Drilling
Drilling ist die klassische Technologie des vertikalen, geneigten und horizontalen Bohrens zur Erschließung von Öl- und Gasquellen bis zu einer Tiefe von 5.000 Metern.

Eine Öl- oder Gasbohrung entsteht durch das Bohren eines Loches in den Untergrund mit einer Bohranlage, die mit der notwendigen Technik ausgerüstet ist und die erforderliche Energie für alle Operationen vor Ort erzeugt. Hauptbestandteil der Bohranlage ist ein rotierendes Bohrgestänge, das mit einer Bohrkrone bestückt ist. Die Bohrkrone schneidet sich, unterstützt durch Schwerstangen (Bohrgestänge mit größerer Wandstärke), in die Formation. Eine Bohrspülung („Schlämme“) – ein komplexes, sorgfältig abgestimmtes Gemisch aus Fluiden, Feststoffen und Chemikalien – wird im Inneren des Bohrgestänges nach unten gepumpt und tritt an der Bohrkrone aus, um diese zu kühlen und zu reinigen. Wenn die Bohrspülung außerhalb des Bohrgestänges zurück an die Oberfläche zirkuliert, spült sie das erzeugte „Bohrklein“ hinauf und wirkt gleichzeitig einer Destabilisierung des Gesteins rund um die Bohrrohrwände entgegen.

Mit wachsender Tiefe der Bohrung wird der Bohrstrang sukzessive verlängert, indem an der Oberfläche zusätzliche Rohrabschnitte eingeschraubt werden. Nach Fertigstellung der Bohrung werden einzelne Stücke der Futterrohre („Casings“), die einen geringfügig kleineren Durchmesser als das Bohrloch aufweisen, in der Bohrung positioniert und mit Zement zwischen der Außenwand der Futterrohre und dem Bohrloch gesichert. Die Futterrohre sorgen für Stabilität im neu gebohrten Bohrloch und isolieren potentiell gefährliche Hochdruckzonen voneinander und von der Erdoberfläche. So kann die Bohrung in der Tiefe mit einer kleineren Krone gebohrt und auch mit Futterrohren einer kleineren Dimension verrohrt werden.

Des Weiteren ist die Bohranlage mit einer Einheit zur Kontrolle des unterirdischen Drucks, Vorrichtungen für die Zirkulation des Bohrschlamms bzw. die Entfernung des Gesteinsmaterials, sowie mit einem Hebewerk zum Ein- und Ausfahren der Rohre ausgestattet.

2011 wurden neun neue Anlagen bestellt und nach Russland geliefert. Im Verlauf des Jahres 2012 wurden die neuen Anlagen sukzessive für den Einsatz vorbereitet und in Betrieb genommen